AKTUELL
St. Zubova (Vi.), M. Savova (Klv.)
Werke von Schumann, Brahms, Schnittke
Lieder und Arien
E. Vassilieva (Sopran), H. Lampson (Bariton)
Werke von Vivaldi, Mozart, Beethoven, Schumann, Berlioz, Debussy, Strauss
Konzert Nr 2 im Rahmen des Gesangsmeisterkurses mit E. Vassilieva
Kursteilnehmer, H. Lampson, E. Vassilieva
"Russische Barockmusik"
A. Brussilovsky (Violine), Z. Meniker (Cembalo)
Werke von Luigi Madonis (Dt. Erstaufführung)
Abschlusskonzert des Meisterkurses von A. Brussilovsky
Kursteilnehmer, A. Brussilovsky (Vi.)

Veranstaltungsarchiv
Konzert
"Sofias Ritter"


Vladimir Tonkha (Violoncello) und Friedrich Lips (Bajan)
zum 80. Geburtstag von Sofia Gubaidulina
Programm
Sofia Gubaidulina (*1931) De profundis (1978) für Bajan
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Suite G-Dur für Violoncello solo
Johannes Brahms (1833 – 1897) Drei Choralvorspiele op. 122
(Transkription für Violoncello und Bajan)
***
Sofia Gubaidulina Präludien für Violoncello solo (1974)
Sofia Gubaidulina In croce (1979) für Violoncello und Bajan.
In diesem Konzert hören Sie zwei Entdecker von Sofia Gubaidulinas Talent. Sie gehörten zu den Ersten, die ihre Musik aufführten – und zwar mit Beharrlichkeit und sogar Fanatismus zu einer Zeit, als die meisten noch keine Ahnung hatten, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Um in den 60er und 70er Jahren in der UdSSR Aufführungen einer solchen Musik hartnäckig durchzusetzen, war eine gehörige Menge Mut erforderlich. Tonkha und Lips sind Co-Autoren vieler instrumentaler „Entdeckungen“, die uns aus den Partituren von Gubaidulina bekannt sind. Ihnen hat die Komponistin wichtige Werke gewidmet: „Sieben Worte“, „In croce“, „De profundis“, „Zehn Präludien“ für Violoncello solo. Auch Solokonzerte mit Orchester hat Gubaidulina für sie geschrieben.
Vladimir Tonkha ist einer der kreativsten und interessantesten russischen Cellisten der Gegenwart. Er tritt in Solo- oder Kammerkonzerten in den besten Konzertsälen der Welt auf, wo er häufig die speziell für ihn komponierten Werke spielt. Zu seinen Musizierpartnern zählen Gidon Kremer, Jury Bashmet, Gennady Roshdestvensky, Valery Gergiev, Yuji Takahashi. Als Professor steht er dem Lehrstuhl für Violoncello der Russischen Gnessin-Musikakademie in Moskau vor. Außerdem hat er zahlreiche Werke für Violoncello bearbeitet bzw. transkribiert und herausgegeben.
Friedrich Lips gelang es in Zusammenarbeit mit Sofia Gubaidulina, dem Bajan (russ. Knopfgriffakkordeon) eine völlig neue Rolle zu verschaffen, indem er es zu einem höchst vornehmen Werkzeug der zeitgenössischen Musik machte. Lips war der Erste, der die ungewöhnlichen Möglichkeiten des Bajans erkannte. In seine Fußstapfen traten später viele andere Musiker in Europa, Japan und den U.S.A. Friedrich Lips ist ebenfalls Professor an der Russischen Gnessin-Musikakademie in Moskau und hat an vielen bedeutenden internationalen Festivals für Neue Musik teilgenommen. Gleichzeitig ist er Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Transkriptionen für sein Instrument.