AKTUELL
St. Zubova (Vi.), M. Savova (Klv.)
Werke von Schumann, Brahms, Schnittke
LIEDERABEND ZUM THEMA "SCHÖNHEIT"
E. Vassilieva (Sopran), H. Lampson (Bariton)
Werke von Vivaldi, Mozart, Haydn, Grétry, Schumann, Berlioz, Debussy, Strauss, Kuula, Ruland, Raskatov
Konzert Nr 2 im Rahmen des Gesangsmeisterkurses mit E. Vassilieva
Kursteilnehmer, H. Lampson, E. Vassilieva
"Russische Barockmusik"
A. Brussilovsky (Violine), Z. Meniker (Cembalo)
Werke von Luigi Madonis (Dt. Erstaufführung)
Abschlusskonzert des Meisterkurses von A. Brussilovsky
Kursteilnehmer, A. Brussilovsky (Vi.)
News
Konzert
Violin-Recital Alexandre Brussilovsky,.gif)
am Klavier Ingmar Lazar
ZEITGENÖSSISCHE VITUOSE VIOLINMUSIK RUSSISCH-JÜDISCHER KOMPONISTEN.
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Programm
I
Joseph Achron (1886-1943)
Ciseaux, Danse nuptiale für Violine und Klavier
Berceuse juive für Violine und Klavier
Mieczislaw Weinberg (1919-1996)
Sonatine für Violine und Klavier, opus 46
Serge Prokofiev (1891-1953)
Cinq mélodies opus 35 bis
Johannes Brahms (1833-1897) – Jasha Heifetz (1901-1987)
"Wie Melodien zieht es..."
Scherzo
II
Efrem Podgaïtz (*1949)
Valse d’un film non existant für Violine und Klavier
Pas des deux ironique für Violine und Klavier
Igor Frolov (*1937)
Phantasie über Themen aus der Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin
Joseph Achron studierte in St. Petersburg bei Leopold Auer (Violine) sowie Komposition und Musiktheorie bei Anatoly Liadow. Selbst jüdischer Herkunft setzte er sich zeit seines Lebens mit jüdischer Musik auseinander. 1925 emigrierte er in die USA, wo er sich, trotz erster Erfolge, als Komponist nicht recht durchsetzen konnte. Der Einfluss der jüdischen Kultur ist in seinen Werken immer präsent – so auch im Hochzeitstanz der Scherenschnäbel und Jüdischen Wiegenlied.
Mieczyslaw Weinberg wuchs in Warschau in einer Musikerfamilie auf, spielte schon als Kind in jüdischen Theatern Klavier, komponierte erste Klavierstücke und wurde seit seinem 12. Lebensjahr an der Musikakademie zu einem exzellenten Pianisten ausgebildet. Als die Deutschen Polen überfielen, floh er über Minsk nach Taschkent, von wo aus Schostakowitsch ihn 1943 nach Moskau holte. Beide verband eine lebenslange Freundschaft. Weinberg schrieb 22 Sinfonien, 17 Streichquartette, 6 Opern, Ballette, Sonaten, Filmmusiken. Der sowjetischen Forderung nach größerer Einfachheit folgend, schrieb Weinberg 1949 die Sonatine, ein vergleichsweise „harmloses“ und mildes Werk mit nur gelegentlichen Eintrübungen.
Efrem Podgaits (*1949) studierte in Moskau bei Yuri Buzko und Nikolai Sidelnikow. Sein Oeuvre umfasst 12 Opern, 3 Sinfonien, 23 Concerti, Kantaten, Kammermusik, Film- und Theatermusik. Ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens gilt der Musik für Kinder. In seinen Kompositionen kombiniert Podgaits verschiedenste Idiome, denen er seinen eigenen Stil verleiht. Trotz rhythmischer Komplexität und resoluter Modernität bleibt seine Musik zugänglich, hat sie sich doch der Poesie und dem Humanismus verschrieben.
Igor Frolov begann mit 5 Jahren Geige zu spielen. Sein Studium beendete er 1965 bei David Oistrach, nachdem er bereits mehrere Violinwettbewerbe gewonnen und die Solistenkarriere eingeschlagen hatte. Er wurde Professor am Moskauer Konservatorium und ist seit 1994 künstlerischer Leiter und Dirigent der Moskauer Camerata. Auf Anraten Oistrachs begann Frolov zu komponieren. Seit seiner Kindheit interessierte er sich für den Jazz, was sich in seinen Kompositionen niederschlägt. Die Porgy and Bess - Fantaisie entstand in nur 3 Wochen. Frolov nennt sie „ein Gedicht über die Liebe“. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die sich trotz aller Unterschiede und Hindernisse ineinander verlieben. Das Werk bringt mehrere Stimmungswechsel und zahlreiche virtuose Passagen; den Schluss bildet eine brillante Coda.
“ Sacha Brussilovsky is a most admired colleague and an excellent musician and violinist ... ’’ (Yehudi Menuhin). Alexandre Brussilovsky, (* 1953) studierte am Moskauer Konservatorium bei Yankelevich und Kogan. Er gewann als jugendlicher Shootingstar internationale Wettbewerbe (1969 Grand Prix beim Internationalen Violinwettbewerb in Prag, und 1975 Grand Prix beim Jacques Thibaud Wettbewerb in Paris). Vom Sovietregim in seiner Laufbahn fast vernichtet und menschlich schwer geprüft, emigrierte er 1985 nach Frankreich und begann seine späte aber aüsserst erfolgreiche Karriere. Brussilovsky tritt in den berühmtesten Konzertsälen und Festivals auf und arbeitet mit den grössten Musikern zusammen. Er wird weltweit zu Meisterkursen eingeladen, ist Gründer des Labes Suoni e Colori und des Kammermusikfestivals Les MusiCimes in Courchevel (Frankreich), sowie des Moskauer "Pont Alexandre III" Festivals für Französische Musik. Brussilovsky steht in der grossen Geigertradition, die auf Leopold Auer und damit auf Joseph Joachim zurückgeht. Sein Repertoire umschliesst auch musikalische Entdeckungen, wie Ayme Kunc und zeitgenössische Komponisten, wie Efrem Podgaitz, Mikhail Bronner, Philippe Hersant und Gagik Hovounts oder Luigi Madonis aus der russischen Barockzeit. Aber er wählt sorgfältig, was zu ihm passt. „Es ist nicht mein Traum, die Welt zu erobern. Ich möchte mein eigenes Publikum finden, das kommt und hört, weil es die Musik schätzt.“
Ingmar Lazar wurde 1993 in Saint-Cloud (Frankreich) geboren. Schon mit neun Jahren gewann er den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb EPTA in Namur (Belgien) und 2008 den Internationalen Musikwettbewerb in Val d’Isère (Frankreich). Ingmar Lazar hat Konzerte in Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Litauen, Rumänien, Russland, Slowenien und in die Vereinigte Staaten gegeben, darunter im internationalen Haus der Musik und im großen Saal des Tschaikowski Konservatoriums in Moskau, im Mann Auditorium in Tel Aviv, im Henry Crown Auditorium in Jerusalem, im Salle Cortot und im großen Saal der UNESCO in Paris, in der Philharmonie von Ljubljana... und auch in vielen Festivals (Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Internationales Festival von Dinard, Festival „Les Notes blanches“ in Courchevel, Festival „Musique à la Cour“ in Solliès-Pont, Festival „Randonnées Musicales en Gâtinais“, Internationales Festival von Chioggia, Festival „Estate Regina“ in Montecatini Terme, Festival „Pianomaster“ in Gravedona…) Er spielte als Solist unter anderem mit dem Symphonieorchester des Chioggia Festivals, dem Symphonieorchester Toruń, dem Radio Kammerorchester Bukarest, den „Moscow Virtuosi“ unter der Leitung von Vladimir Spivakov… Zu seiner Diskographie gehören zwei CDs mit dem Geiger Alexandre Brussilovsky für das Label Suoni e Colori. Ingmar Lazar hat an Fernsehaufzeichnungen (für Mezzo, TF1, M6 und Téva) teilgenommen und im französischen Rundfunk (Europe 1) anläßlich des Mozart-Jahres live gespielt (2006). Ingmar Lazar hat Klavier mit Valery Sigalevitch und Vladimir Krainev sowie Musiktheorie und Harmonielehre mit Françoise Levechin-Gangloff studiert. Er studiert zurzeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in der Klasse von Bernd Goetzke und an der Internationalen Klavierakademie am Comer See mit Dmitri Bashkirov, Malcolm Bilson, Fou Ts’ong, Stanislav Ioudenitch, Vladimir Mischouk und William Grant Naboré.
in Kooperation mit der Belaieff-Stiftung