AKTUELL
St. Zubova (Vi.), M. Savova (Klv.)
Werke von Schumann, Brahms, Schnittke
LIEDERABEND ZUM THEMA "SCHÖNHEIT"
E. Vassilieva (Sopran), H. Lampson (Bariton)
Werke von Vivaldi, Mozart, Haydn, Grétry, Schumann, Berlioz, Debussy, Strauss, Kuula, Ruland, Raskatov
Konzert Nr 2 im Rahmen des Gesangsmeisterkurses mit E. Vassilieva
Kursteilnehmer, H. Lampson, E. Vassilieva
"Russische Barockmusik"
A. Brussilovsky (Violine), Z. Meniker (Cembalo)
Werke von Luigi Madonis (Dt. Erstaufführung)
Abschlusskonzert des Meisterkurses von A. Brussilovsky
Kursteilnehmer, A. Brussilovsky (Vi.)
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Veranstaltungen
Konzert
Viktor Suslin zum Gedenken


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Anton Webern - Igor Stravinsky
Liederabend mit Rita Balta (Sopran) und Alexei Lubimov (Klavier)
Programm
ANTON WEBERN (1883-1945)
Frühe Lieder
"Aufblick"
"Blumengruss"
"Bild der Liebe"
"Heiter"
"Der Tod"
Fünf Lieder Op 4 auf Gedichte von Stefan George (1908–1909)
"Eingang"
"Noch zwingt mich Treue"
"Ja, Heil und Dank dir"
"So ich traurig bin"
"Ihr tratet zu dem Herde“
Kinderstück für Klavier (1924)
Vier Lieder Op 12 für Gesang und Klavier (1915–17)
"Der Tag ist vergangen"
"Die geheimnisvolle Flöte"
"Schien mir’s, als ich sah die Sonne"
"Gleich und gleich"
Variationen op.27 für Klavier
Sehr mäßig
Sehr schnell
Ruhig Fließend
Drei Lieder Op 25 nach Gedichten von Hildegard Jone (1934)
"Wie bin ich froh!"
"Des Herzens Purpurvogel"
"Sterne, Ihr silbernen Bienen"
IGOR STRAWINSKY (1882-1971)
Zwei Lieder auf Gedichte von Konstantin Balmont (1911)
"Die Blume"
"Die Taube"
Lied der Parascha aus der Oper "Mavra"
Sonate für Klavier (1924)
Vier Russische Lieder (1918-19)
"Enterich"
"Trinklied"
"Tischsegen"
"Sektenlied"
Serenade in A für Klavier
Hymne
Romanze
Rondoletto
Cadenza Finale
Erinnerungen aus der Kindheit
"Sorochenka"
"Rabe"
"Chicher-Jacher"
Drei Geschichten für Kinder
"Gänseschwan"
"Bär"
"Tilibom"
Die Sopranistin Rita Balta wurde in Litauen geboren und absolvierte ihre Gesangsstudien an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Warschau und Wien. Sie war Stipendiatin der Deutschen Schubert-Gesellschaft sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Braunschweiger Musikpodiums. 2002 war sie Preisträgerin der Sommerakademie Mozarteum im Rahmen der Salzburger Festspiele.
Als gefragte Solistin bei Internationalen Konzertreihen und Festspielen arbeitete sie u.a. mit den Dirigenten Marcello Viotti, Helmut Rilling, Peter Neumann, Johannes Kalitzke und Christoph Poppen zusammen.
Mit dem Oskar in Verdis Maskenball gab sie ihr Opernebut. Es folgten Rollen wie Königin der Nacht (Zauberflöte), Sophie (Rosenkavalier) und Valencienne (Lustige Witwe).
Rita Balta war Solistin zahlreicher (Ur)aufführungen zeitgenössischer Komponisten, darunter eigens für sie geschriebene Werke von Beat Furrer und Vykintas Baltakas. Sie arbeitete u.a. mit dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien, dem Sharoun Ensemble der Berliner Philharmonikern und dem Nieuw Ensemble Amsterdam zusammen. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen runden ihre künstlerische Arbeit ab.
Alexei Lubimov ist einer der letzten Schüler von Heinrich Neuhaus. Das Jahr 1987 markiert den Einstieg in die internationale Karriere mit zahlreichen Konzerten in den USA, Europa und Japan. Er spielt Recitals, Solokonzerte mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten und Kammermusik mit bekannten Partnern und arbeitet mit Ensembles für historische Aufführungspraxis zusammen. Lubimov brachte zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts in der damaligen Sowjetunion zur Erstaufführung, z. B. von Schönberg, Webern, Stockhausen, Boulez, Ives oder Ligeti. Weiterhin spielte er die Werke von Schnittke, Gubajdulina, Silvestrow und Pärt. Die Uraufführung des Klavierkonzertes von Avo Pärt in den USA und die deutsche Erstaufführung wurden von Alexei Lubimov gespielt. Lubimovs Eintreten für zeitgenössische westliche Musik in der ehemaligen Sowjetunion führte zu einem siebenjährigen Ausreiseverbot. In dieser Zeit konzentrierte Lubimov sich auf die Arbeit mit Originalinstrumenten und gründete 1976 das Moskauer Barock-Quartett sowie, gemeinsam mit Tatjana Grindenko, die Moskauer Kammerakademie. Alexei Lubimov unterichtet am Moskauer Konservatorium und am Mozarteum in Salzburg.
Übersetzungen
Igor Stravinsky
Drei Geschichten für Kinder
(Erinnerungen aus meiner Kindheit)
1. Die kleine Elster
Kleine Elster, lauf nicht schnell, spring nicht auf den Tannenbaum;
Sprang sie auf den Baum so gut, machte sich den Kopf kaputt.
Bringe mir das Strickelein, binde mir das Köpfelein!
2. Die Krähe
Einmal fuhr ich über d’Brück’, auf der Brück’ die Krähe trocknet.
Fassste ich der Krähe Schwanz, legt ihn unter d’Brückenschanz’ –
Bleibt die Krähe hocken, wird die Krähe trocken!
Wieder fuhr ich über d’Brück’, unter d’Brück’ die Krähe „huck’t“.
Fasste ich der Krähe Schwanz, legt ihn über d’Brückenschanz’ –
Bleibt die Krähe hocken, wird die Krähe trocken!
3. Tschitscher – Jatscher
Tschitscher – Jatscher eilt zum Feste hin;, jagt auch die Leute hin;
Wer mit ihm nicht trank und aß, dem er alle Haare fraß.
Tschitscher blutig – Jatscher fleischig, Leber, Nieren – alles drin!
Heija Tschitscher – heija Jatscher!
Zwei Geschichten
(nach Gedichten von K. Balmont)
1. Vergissmeinnicht
Hold Vergissmeinnicht, Blaublütchen blüht so lieb und wunderfein;
Nur für dich, mein Freund, mein Liebchen, blüht es zart am Wiesenrain.
Über’m Wellchen, überm Quellchen, über’m klaren Wässerlein.
In der Nacht dem Goldsternchen sei’s vertraut: „Ach, wärst du mein!“
Hold Vergissmeinnicht, Blaublütchen, liebliches Blauäuglein,
Wenn dein Freund dich ruft, mein Lebchen, hörst du auch sein Stimmchen fein?
2. Die Taube
Täubrich flog ans Schloss heran, äugte: was ich da wohl seh’?
Täubrich ist so weiss wie Schnee, rot die Ros’ auf dem Altan.
Täubrich liebestrunken gurrt, nahm die Ros sich ungestüm,
sie beglückt ergab sich ihm, er umarmt sie und entschwirrt.
Ach du weisser Täubrich mein. Hast vergessen’s Röselein,
Für ein Stündchen, Täubrich mein, ach nur einmal kehr noch ein!
Vier russische Lieder (1918)
(Volkstexte)
1. Enterich (Reigenlied)
Enterich, Enterich, komm’und schu’ wo deine Ente ist,
Wo die sieben Entelein!
Enterich, Enterich, laufe nach der Ente, Schöner, geh’ nach Haus.
Gehe Ente, geh’ nach Haus, Graue, geh’ nach Haus’.
Dort hast du sieben Entelein, Enterich zählt als achter.
Wirst du noch vor Büschen wandern, Häusern, Gästen vor fremden Enterichen?
2. Lied der Gläubigen (Orthodoxe Russische Sekte)
Scheegestöber wirbelt, wirbelt; decket alle Wege zu
Wege zum geliebten Vater, meinem Himmelskönig.
Bei meinem Vater sind nun alle Brüder und Schwestern,
in Liebe vereinigt und vergeistigt, vom heil’gen Gott auserwählt.
Sei Ruhm und ehre dem Gott Vater und Jesus Christ, für immer, Amen!
3. Gänse, Schwäne...
Gänse, Schwäne sind geflogen, in das leere Feld gezogen, dort ein heisses Bad entfacht.
Spätzlein hat das Holz zerhackt, Kakerlake Bad gemacht;
Kleines Mäuslein Wasser viel getragen, kleine Laus geschwitzt und kitzt,
weiße Nisse sie gefasst, auf die Polster hingeschmissen.
Kleiner Floh ist aufgesprungen, mit der Laus ins Bad versunken!
4. Tilim-Bom
Tilim-Bom! Tilim-Bom, Feuer hat das Ziegenhaus, Ziege springt und Ziege schreit,
Zittert, zittert Ziegenschwanz, Hilfe ruft im Feuerkranz.
Katze munter d’Glocke schlägt, alles sich rundum bewegt.
Tilim-Bom! Tilim-Bom, rettet schnell das Ziegenhaus!
Läuft die Henne, Eimer voll und der Hahn auf die Treppe soll. Tilim-Bom, Tilim-Bom.
Leute kommen, alle schrei’n, Augen zwinkern, Bärte zittern,
und die Glocke springend, um die Rettung schreiend, bringen Wassr, leisten Hilfe.
Ziege, Katze, Hahn sitzen alle auf der Bahn, rufen laut und stimmig aus:
„Gerettet ist das Ziegenhaus!“
(„Drei Geschichten für Kinder“ und „Vier russische Lieder“: Übersetzung aus dem Russischen von Alexei Lubimov)
Konzert in Kooperation mit der Belaieff-Stiftung