AKTUELL
Alexandra Didenko (Gesang)
"Jenseits der Zeit" - Anlässlich des 15. Todestages von Alfred Schnittke
"Interface Quartet" spielt Werke von Lasso, Schnittke und Schubert
S. Villerusha und F. Gailus: Klavierduo aus Lettland
Werke von Mozart, Debussy, Ravel, Piazolla
Alfred Schnittke - Peer Gynt
John Neumeier im Gespräch

Slava Morosov, Natalia Gutman und Irina Schnittke: Trio-Konzert für Violine, Violoncello und Klavier
News
Liederabend

Holger Lampson (Gesang); Alan Newcombe (Klavier)
Programm:
Robert Schumann
Zwölf Lieder nach Justinus Kerner. Eine Liederreihe für eine Singstimme und Klavier op. 35(1840)
"Lust der Sturmnacht"
"Stirb, Lieb' und Freud'"
"Wanderlied"
"Erstes Grün"
"Sehnsucht nach der Waldgegend"
"Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes"
"Wanderung"
"Stille Liebe"
"Frage"
"Stille Tränen"
"Wer machte dich so krank?"
"Alte Laute"
Pause
Christian Sinding
"Frühlingsrauschen" Op 32/3
Jan Sibelius
Romanze Des-Dur Op 24/9
Ludwig van Beethoven
6 Variationen über ein eigenes Thema F-Dur, Op 34
Felix Mendelssohn Bartholdy
"Lieder ohne Worte"
"Jagdlied" A-Dur Op 19/3
"Aufgeregtheit" g-moll Op 53/3
"Mailüftchen" G-Dur Op 62/1
"Volkslied" a-moll Op 53/5
"Trauermarsch" e-moll Op 62/3
"Frühlingslied" A-Dur Op 62/6
"Verlorene Illusionen" fis-moll Op 67/2
"Lied der Spinnerin" oder "Die Bienenhochzeit" C-Dur Op 67/4
Robert Schumann wurde am 8.Juni 1810 in Zwickau geboren und starb am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn. Der Vater, ein musikliebender Buchhändler, wollte Schumann von C. M. von Weber ausbilden lassen. 1828 ging Schumann zum Studium der Rechtswissenschaften nach Leipzig und Heidelberg. Außerdem nahm er Klavierunterricht bei Friedrich Wieck, seinem späteren Schwiegervater. Schumann gab das Studium der Rechtswissenschaften auf und plante eine Laufbahn als Pianist. Übertriebene pianistische Studien führten zur Lähmung eines Fingers, so daß er die Pianistenlaufbahn aufgeben mußte. 1834 gründete er mit anderen Musikern zusammen die "Neue Zeitschrift für Musik", in der er u.a. auch seine berühmten Aufsätze über Chopin und Brahms veröffentlichte. 1840 wurde er Ehrendoktor der Universität Jena. Im gleichen Jahr heiratete er Clara Wieck, eine bedeutenden Pianistin. 1843 wurde Schumann Lehrer am neugegründeten Leipziger Konservatorium. 1844 übersiedelte das Ehepaar Schumann nach Dresden. Die Anstellung als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf mußte er 1853 wieder aufgeben. In der Folgezeit wurde ein Nervenleiden immer stärker. Er wurde in eine Nervenklinik bei Bonn gebracht, wo er noch zwei Jahre lebte. Er starb in geistiger Umnachtung.
Justinus Kerner (1786-1862) war das sechste und jüngste Kind eines Oberamtmanns und Regierungsrats. Seine Kindheit verlebte er in Maulbronn und Ludwigsburg, wo er die Lateinschule besuchte und eine kaufmännische Lehre absolvierte. 1804 bis 1808 studierte er Medizin in Tübingen, daneben pflegte er den Umgang mit einem Kreis von Freunden der lyrischen Dichtung, unter ihnen Uhland , Karl Mayer, Heinrich Köstlin, Varnhagen von Ense. Seine ersten Gedichte veröffentlichte Kerner 1807/08 in Leo von Seckendorfs »Musenalmanachen« und in Arnims »Zeitung für Einsiedler«. Eine einjährige Bildungsreise führte ihn im Frühjahr 1809 nach Hamburg, wo er in einem von seinem Bruder geleiteten Spital arbeitete; von dort aus besuchte er Fouqué und Chamisso in Berlin. Im Herbst 1809 reiste er weiter nach Wien, dort hatte er Umgang mit Dorothea und Friedrich Schlegel und lernte Beethoven kennen. Ab Herbst 1810 wirkte er als praktischer Arzt in kleinen württembergischen Orten, ab Januar 1819 in Weinsberg. In Zusammenarbeit mit Uhland und Schwab erstellte er zwei Sammelwerke, den »Poetischen Almanach für das Jahr 1812« (Herausgeber Kerner) und den »Deutschen Dichterwald« (Herausgeber Kerner, Fouqué ; und Uhland ). In die württembergischen Verfassungskämpfe (1817-1819) griff er mit einigen Aufsätzen ein, zog sich aber später auf eine politikfeindliche Innerlichkeit zurück. Sein 1822 in Weinsberg erbautes Haus wurde zu einem der geistigen Zentren Württembergs. Ab 1851 erblindete er zunehmend.
Holger Lampson, Bariton, geb. 1951 in Koblenz, Studien in Violine, Viola , Gesang Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Musikhochschule Hannover.
Berufliche Tätigkeit als Sänger und Gesangspädagoge. Künstlerische Schwerpunkte: romantisches Lied, zeitgenössische Musik. Pädagogische Schwerpunkte: Ausbildung von Sängern; Gesang in sozialen Arbeitsfeldern. Internationale Tätigkeit z. Zt. überwiegend in Russland und GUS-Staaten mit Konzerten und Vorträgen und als Coach für Sänger. Vizepräsident der Deutschen Alfred Schnittke Gesellschaft und Gründer der Alfred Schnittke Akademie International.
Alan Newcombe, Piano, geb. 1957 in St. Helens (England). Erster Klavierunterricht im Alter von 5 Jahren. Musikschulabschluss mit besonderer Auszeichnung. 1973 Klavierdiplom des Trinity College of Music, London. Anschließend Studien in Russisch und Französisch an der Oxford University. Seit 1985 Pianist des Hildesheimer Klaviertrios. Konzerttätigkeit in vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas.